SonoMorphis / Sono reMorphed

Mobile interaktive Installation mit 3D Grafik und Ton

SonoMorphis ist ein komplexes Musikinstrument mit klanglicher und grafischer Dimension. Es ist in der Lage, auf die Spielweise seines Spielers nuancenreich und direkt zu reagieren, Darüber hinaus können Sie Ihr eigenes audiovisuelles Instrument einfach mit wenigen Klicks selbst bauen, um es sofort zu spielen. Durch die übersichtliche Anordnung der Bedienelemente können Sie ohne Vorkenntnisse überwältigende Klang- und Bildsequenzen in 3D gestalten.

SonoMorphis bietet Ihnen einen Vorrat an unterschiedlichen Komponenten an, aus dem Sie Ihr Instrument nach Belieben zusammensetzen. Vor Ihnen wird es lebendig und zum Anfassen nah projiziert. Sie können sich sogar in das Objekt hineinzoomen. Um Sie herum sind zahlreiche Lautsprecher platziert, die Ihr Instruments mit kraftvollen, extrem dynamischen Sounds räumlich hörbar machen.

Mobile Installation
Die Mobilversion von SonoMorphis lässt sich leicht transportieren und flexibel in Settings unterschiedlicher Größen integrieren. Ihre Anfrage zu Verfügbarkeit und Tarifen beantworten wir gern.

Credits
Bernd Lintermann (Grafik)
ZKM Karlsruhe (Production Support)

Presse
Ein besonders beindruckendes Experiment aus dem ZKM ist "Sonomorphis" Endlose Variationen einer Form. Der Zuschauer hat die Möglichkeit zu bestimmen, in welche Richtung die Veränderungen gehen. Niemals, dafür sorgt die Mathematik, wiederholt sich eine Form. [Josef Schnelle im DeutschlandRadio 10.03.2001]

Interactive installation artists such as Ken Feingold, Masaki Fujihata, and Germans Bernd Lintermann and Torsten Belschner, positively encourage viewers to create their own narratives or associations with their interactive works, designing them with this purpose – and challenging notions of authorship. [www.artandculture.com 2002]

Display der mobilen Installation
Produced @: media art revisited, ZKM Karlsruhe 2009-2010
YOU_ser: Das Jahrhundert des Konsumenten, santralistanbul, Istanbul, Türkei 2009
Sono reMorphed beim Panoramic Projection Festival, ZKM Karlsruhe 2007
Bibliotheca Insomnia. Das digitale Bauhaus II, Bauhaus-Universität Weimar 2006
Dauerausstellung Meisterwerke der Medienkunst, ZKM Medienmuseum Karlsruhe 2004-2006
Opernfestpiele München / Festspiele+, Haus der Kunst München 2004
Art of Immersion, CAVE version. BEC / Fraunhofer Gesellschaft Bonn 2002
Festival des ZKM Musikinstituts, Karlsruhe 2002
Festival Schloss Kapfenburg 2001
Warschauer Herbst 2000
VIA Festival Maubeuge 2000
EXIT Festival Paris 2000
Stuttgarter Filmwinter, CAVEE version. Fraunhofer IAO 1999
SurroGate Festival, ZKM Karlsruhe 1998


Hintergrund
Das Zusammenspiel von Grafik und Ton ist so konzipiert, dass die zugrundeliegende zentrale Datenstruktur auf zwei Weisen simultan dargestellt wird, zum einen durch eine grafische Repräsentation, zum anderen durch eine klangliche Interpretation. Ziel ist es, eine Hierarchie zwischen Bild- und Tonebene ebenso zu vermeiden wie eine schlichte Verdopplung des Dargestellten. Statt dessen sind beide Ebenen durch dieselbe Struktur definiert und gehen gleichursprünglich aus ihr hervor.

Den gut 30 zur Verfügung stehenden Komponenten wird in der klanglichen Interpretation eine spezifische Gruppe von Eigenschaften zugewiesen, die die Art des resultierenden Klangspektrums definiert. Dies ist erstens die angenommene Materialeigenschaft, die das Grundtimbre definiert. Zweitens ist es die Art und Weise, in der eine Komponente angeregt wird, so dass sie zu schwingen beginnt und dadurch Klang produziert. Dreidimensionale Form und Größe der Objekte, die gleichwohl ihr Schwingungsverhalten steuern, werden durch die zugrundeliegende Datenstruktur bestimmt.

Bei der Wahl des Klangmaterials haben sich Metalle als vorteilhaft herausgestellt, da sie mit ihren rauhen bis scharfen Timbres in Kontrast zu den harmonischen, glatten Formen der Visualisierung treten können und so der Wahrnehmung von Verdopplung und Begleitung vorbeugen. Als Modi der kinetischen Anregung wurden das Streichen mit einem Bogen sowie das Anblasen durch Einzel- und Doppelblattmundstöcke gewählt, da sie in Verbindung mit den Objekteigenschaften eine reiche Palette harmonischer wie disharmonischer Spektren bieten.

Eine Orientierung zum Erlernen der Zuordnung der beiden Repräsentationsebenen bietet die räumliche Anordnung der graphischen und klanglichen Objekte. Im Sinne einer Hilfestellung wurden für diesen Parameter die Horizontale sowie die Tiefendimension beider Ebenen konkordant abgebildet. Wandert ein graphisches Objekt von rechts nach links, wandert auch das Klangobjekt. Bewegt sich ein Klang in die Tiefe der dreidimensionalen Darstellung, entfernt sich die entsprechende visuelle Komponente ebenfalls vom Betrachter.

SonoMorphis ist digital konzipiert. Ohne die Inanspruchnahme und Anwendung derjenigen Eigenschaften, die lediglich digitalen Rechenautomaten eigen sind, wäre die Installation nicht denkbar. Dies gilt sowohl für die genetischen Algorithmen der Grafik als auch für die Modellierung der klanglichen Eigenschaften schwingender physischer Systeme. Darüber hinaus existiert keine explizite inhaltliche Ebene, auf der eine Geschichte erzählt wird. Spieler und Publikum sind eingeladen, die durch keinen irdenen Rest getrübte, pure Syntax zu genießen. Zu sehen und zu hören sind einzig tönend bewegte Formen.

Web-Interface
Zusätzlich zur Steuereinrichtung in der Installation besteht die Möglichkeit, diejenigen Operationen, die die Zusammensetzung des Genoms und damit seine visuelle und klangliche Repräsentation steuern, synchron über das World Wide Web auszulösen. So ist es möglich, mit mehreren Teilnehmern auf demselben Genom zu spielen.

Weitere Informationen
www.zkm.de/meisterwerke
www.bernd-lintermann.de