Projekt Planet m

Kunde Bertelsmann

Format Firmenauftritt auf der EXPO2000 Hannover

Leistung
Projektleitung Audio
Rahmenkonzept Audio-Content und Audio-Inszenierung
Audio CI Pavillon
Technisches Briefing Audiosysteme
Audio-Produktion Außenbereich, Spacelift, Medienkollektor
Audio-Software zur dynamischen Klangverteilung im Außenbereich

Status
Ständige Präsentation während der Expo2000

Info
www.triad.de

Auszeichnung
Beim Wettbewerb "Corporate Media 2000" von Mediareport und IHK München wurde das Planet m Gessamtkonzept mit dem "Master of Excellence" ausgezeichnet.

Konzept
Das Rahmenkonzept Audio-Content sieht die Verbindung der fünf Showbereiche des Pavillons durch eine einheitliche musikalische Gestaltung vor. Außenbereich, Spacelift, die beiden Kinos sowie der Medienkollektor sollten durch eine durchgängige akustische Linie verknüpft werden.
Als stilbildendes Merkmal des von dataphonic gelieferten Rahmenkonzepts wurde die durch diskrete Mehrkanaligkeit ermöglichte Klangbewegung im Raum gewählt. Im Außenbereich standen hierzu 24 diskrete Wiedergabe-Kanäle zur Verfügung, im Spacelift 16, in der Pre-Show 14 und in der Main-Show 7, teilweise dreidimensional im Raum positioniert.

Die Show-Bereiche im Detail
Außenbereich: Ziel der Konzeption des Audio-Systems im Anstellbereich ist es, den Besucher abwechslungsreich in die Thematik des Planet m einzuführen und so die Zeit des Wartens zu verkürzen. Zu diesem Zweck wird der Anstellbereich entlang der gegebenen Platzverhältnisse in drei Sektoren unterteilt, die sowohl getrennt bespielt als auch zu einem Verbund zusammengezogen werden können. Auf diese Weise werden zwei prinzipielle Bespielungsmodi möglich. Zum einen lassen sich die Lautsprechersysteme zu einem großen Sektor koppeln und als "Raum" bespielen, zum anderen lassen sich alle Lautsprecher auch individuell ansprechen. Dies wird genutzt, um mithilfe einer von dataphonic gelieferten Software Klangquellen wie Flugzeuge, Autos, Raketen großräumig durch den Außenbereich sausen zu lassen.

Spacelift: Die Beschallung der Hubbühne inszeniert im Übergang vom Anstellbereich den Flug, die Annäherung und schließlich das Eintauchen in die neue Atmosphäre des Planet m. Eine halbe Minute vor dem Abheben beginnen im von dataphonic gelieferten Soundtrack die Triebwerke, aus dem Stand-by in den aktiven Modus zu wechseln, und geben einen tiefen, sonoren, energievollen Grundton in die Hubbühne ab. Countdown. Lift-off!
Die Gewalt der mächtigen Turbinen beim Start überträgt sich auf die Fahrgastzelle und lässt diese durch die 64 im Boden eingelassenen Bass-Pumpen während der Startphase heftig beben. Die Fahrt zum Planet m hat begonnen.
Auf halber Strecke wird die Atmosphäre des Planet m allmählich spürbar. Klänge und Klangsplitter werden als in den Spacelift von oben herabfallende Splitter medialer Herkunft vernehmbar. Dieser Meteoritenschauer verdichtet sich auf dem letzten Drittel der Reise, bis kurz vor Ende der Fahrt der Höhepunkt erreicht wird: Der Shuttle durchbricht mit gewaltigen Licht- und Toneffekten die Atmosphäre des Planet m, das Ziel der Reise ist erreicht. Das Umfeld der Pre-Show beginnt, sich abzuzeichnen, Planet m ist ON-AIR.

Pre-Show: Innerhalb der Gesamtdramaturgie des Planet m nimmt die Pre-Show insofern einen besonderen Platz ein, als sie sowohl die erste Darbietung innerhalb des Gebäudes, als auch die erste durchgängig mit Inhalten gestaltete, als Geschichte erzählte Einheit bildet.
Dem Soundtrack der Pre-Show kommt eine hohe Bedeutung für die lebendige Darstellung des Showkonzeptes zu, da über ihn die Bilder animiert und eine lebendige Verbindung zwischen Inhalten und Publikum hergestellt werden kann.
Inhalt der Pre-Show ist die Entstehungsgeschichte der Medien. Der Charakter des Soundtracks soll dem dadurch Rechnung tragen, daß der Vergangenheitscharakter in den zutreffenden Epochen wie Steinzeit oder Mittelalter durch eine entsprechende archaische Klanggestaltung deutlich gemacht wird.

Main-Show: Die von dataphonic gelieferte Übergangsmusik leitet die Besucher in die Main-Show. Dieser traditionelle Kinosaal bietet eine Beschallung im 7.1 Format. Die Bespielung des Saals mit einem hochaufgelösten Kinofilm verlangte eine leistungsfähige Kinobeschallung mit 9 x d&b E9 Lautsprecher und 3 x d&b E18 Bässen.

Im abschließenden Medienkollektor werden vielfältige Aspekte des audiovisuellen Angebots des Kunden präsentiert. Um die 32 direkt benachbarten Audiokanäle im Raum trennen zu können, wurde von dataphonic ein Spezial-Lautsprechertyp spezifiziert, durch den die ungewünschte Schall-Diffusion außerhalb seines nahezu rechtwinkligen Abstrahlungsbereichs auf ein Minimum begrenzt werden konnte.

Credits
Triad GmbH Berlin (Projektleitung)